Kurzzeitkennzeichen im Überblick

Bei dem Kurzzeitkennzeichen handelt es sich um ein Kennzeichen, das für Überführungsfahrten, Probefahrten und Fahrten zum TÜV gedacht ist. Zusammen mit der grünen Versicherungskarte können diese Fahrten auch innerhalb Europas stattfinden. Das Kennzeichen gilt für eine Dauer von maximal 5 Tagen. Zudem ist es immer an eine Firma oder Person gebunden und kann nicht auf andere Fahrzeuge übertragen werden. Wird ein Kennzeichen benötigt, das für mehrere Fahrzeuge verwendet werden kann, muss auf das rote Händlerkennzeichen zurückgegriffen werden.

Bei der Zuteilung des Kurzzeitkennzeichens wird von der Zulassungsstelle geprüft, ob eine gültige Hauptuntersuchung vorliegt. Ausnahmen sind nur möglich, wenn das Fahrzeug innerhalb des Zulassungsbezirkes zu einer Werkstatt oder Prüfstelle fahren muss. Auch die Rückfahrten sind ohne Hauptuntersuchung erlaubt.

Das 5 Tages Kennzeichen genau erklärt

Die maximale Gültigkeit von 5 Tagen ist auf dem Kennzeichen genau gekennzeichnet, denn dort wird das Ablaufdatum auf der rechten Seite eingeprägt. Es handelt sich dabei um drei untereinander stehende Zahlen, wobei die erste Zahl den Tag, die zweite den Monat und die dritte Zahl das Jahr darstellt. Nach Ablauf der Gültigkeit darf das Kennzeichen nicht mehr benutzt werden. Das bedeutet, dass das Fahrzeug nicht mehr auf öffentlichen Straßen benutzt werden darf. Inzwischen ist es für den Nutzer jedoch einfacher geworden. Er muss das Kennzeichen nicht mehr an die Zulassungsstelle zurückgeben.

Wie erhält man eigentlich ein Kurzzeitkennzeichen?

kurzzeitkennzeichen Für die Beantragung des Kurzzeitkennzeichens benötigt der Nutzer genau wie bei der herkömmlichen Zulassung eine eVB-Nummer. Diese gibt es bei jeder Autoversicherung. Dafür genügt in der Regel ein Anruf. Die meisten Versicherer geben die eVB-Nummer telefonisch weiter. Noch einfacher ist es jedoch, die Nummer online zu beantragen. Damit verringert sich die Gefahr eines Zahlendrehers und auch die lästige Warteschleife am Telefon fällt weg.

Bei der Online-Beantragung wird die eVB-Nummer umgehend an die hinterlegte E-Mail-Adresse oder per SMS an die Handynummer geschickt. Mit dieser eVB-Nummer kann der Nutzer nun bei der Zulassungsstelle ein Kurzzeitkennzeichen beantragen. Die Zulassungsstelle wird zusätzlich nach dem gültigen Ausweis und dem Nachweis der Hauptuntersuchung fragen. Außerdem kontrolliert sie im Fahrzeugschein, ob es sich wirklich um das Fahrzeug handelt, für das das Kurzzeitkennzeichen beantragt wird.

Ohne Versicherung geht es nicht

Jedes Fahrzeug, das auf öffentlichen Straßen bewegt werden soll, braucht eine gültige Kfz-Versicherung. Mit der Beantragung der eVB-Nummer besteht automatisch Versicherungsschutz. Die Kosten dafür sind abhängig vom jeweiligen Versicherer und können stark variieren. In der Regel liegen sie aber nicht über 150 Euro. Ein Vergleich lohnt sich hier in jedem Fall. Der Versicherungsumfang besteht in der Regel aus der Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Abschluss einer Vollkaskoversicherung ist nicht möglich.

Letztendlich entscheidet der Versicherungsumfang auch über die Höhe der Kosten. Die meisten Versicherer verzichten auf die Kosten, wenn das Fahrzeug im Anschluss bei der Gesellschaft versichert wird. Das sollte in jedem Fall im Vorfeld abgeklärt werden, denn hier lässt sich bares Geld sparen.